Der Boden im Auenwald

Boden und Klima bestimmen im wesentlichen die vorkommenden Vegetationsformen. In Auen werden diese beiden Standortfaktoren zwar von dem Faktor "Hochwasser" überlagert, (siehe Tafel "Vegetationszonen im Auenwald"), trotzdem sind Böden für die Standortbeurteilung von großer Bedeutung.

 

Nach den Kälteperioden und dem Aufkommen einer üppigen Vegetationsdecke vor rund 10.000 Jahren begann der Rhein wieder feineres Material wie Ton und Lehm zu transportieren und in der Aue abzulagern. Die Auenlehmdecke, die hier im Gebiet eine Mächtigkeit von bis zu 1,50 Meter erreicht, entstand größtenteils in historischer Zeit, als nach den Waldrodungen der Römer und im Mittelalter verstärkt Bodenerosion im Einzugsgebiet der Flüsse stattfand.

Die Bodenbildung ist niemals abgeschlossen. Jedes Hochwasser lagert neue Sedimente ab und führt zu einer Auflandung des Bodens. Die Ablagerung von Bodenteilchen erfolgt in Abhängigkeit von Fließgeschwindigkeit und Größe der Sedimente.

So ändern sich die Bodenverhältnisse oft schon nach ein paar Metern.

 

Nährstoffe werden durch das Wasser transportiert und im Boden durch chemische Prozesse umgewandelt und verlagert. Schließlich werden Nährstoffe durch Pflanzen aufgenommen und als organisches Material dem Boden wieder zugeführt.

 

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