Exotischer Gast kommt regelmäßig

„Noch vor zehn, 20 Jahren war ein Silberreiher in unserer Region eine Sensation, die Vogelliebhaber in Scharen anlockte“, berichtet Ralph Baumgärtel. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, erzählt er, sei das für lange Zeit letzte Brut-Exemplar auf der Königsinsel am Rhein abgeschossen worden: Wegen der langen Schmuckfedern auf dem Rücken der Vögel, die bei den Damen als Hutschmuck en vogue waren, sei die Art fast ausgerottet worden. Und obwohl die Reiher-Jagd verboten wurde, ließ sich bis Anfang der sechziger Jahre keines der Tiere mehr in Hessen blicken.

Mittlerweile allerdings freut sich der Revierförster im Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue und Leiter des dortigen Umweltbildungszentrums über regelmäßige Besuche der eleganten weißen Schreitvögel. Gelegentlich sind sie sogar in kleinen Trupps unterwegs. „Die ersten sind bei uns in den neunziger Jahren zugewandert“, erläutert Baumgärtel. Davor pilgerten Vogelfreunde und Fotografen aus ganz Mitteleuropa zum Neusiedler See an der österreichisch-ungarischen Grenze, um die Tiere zu beobachten.

Den Zeitungsartikel zum oben genannten Thema finden Sie auf Echo-Online (siehe Link).

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