Auenlehrpfad Karte Symbolbild
Auenlehrpfad

Auf unserem Auenlehrpfad können Sie sich an 20 verschiedenen Stationen über die besonderen ökologischen Bedingungen der Aue, historische und aktuelle Nutzungsformen, die Geschichte des Kühkopfs sowie über Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräume informieren.
 

An den Stationen finden Sie Lehrtafeln zu den entsprechenden Objekten vor Ort. So finden Sie die Tafel "Hartholzaue" an einer ausgesuchten Stelle in der Hartholzaue, die Tafel "Der Boden im Auwald" an einem gegrabenen Bodenprofil und die Station "Apfel-Lehrpfad" in einem Streuobst-Bestand. Anhand der Übersichtskarte und der Stationstitel können Sie sich so eine Führung im Gelände zusammenstellen, die Ihren persönlichen Neigungen entspricht.

Die Standorte der einzelnen Stationen (Nr. 1-20) sind in der Karte (bitte zum Vergrößern auf das Plus klicken) eingezeichnet, auf den folgenden Seiten finden Sie die jeweiligen Beschreibungen dazu.
 
Der Auenlehrpfad wurde konzipiert vom Hessichen Forstamt Groß-Gerau und der Oberen Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt in Zusammenarbeit mit der Firma Dasign.

Stationen
Apfellehrpfad Symbolbild
Station 1: Apfel-Lehrpfad
Wussten Sie schon, dass der Obstanbau in Mitteleuropa zurückreicht bis in die Zeit der Römer? Schon damals wusste man um die Kunst des Kreuzens und Veredelns erschiedener Sorten und brachte diese bis in unsere Gefilde.
Vom Acker zur Auenwiese, Symbolbild
Station 2: Vom Acker zur Auenwiese
Die Auenwiesen sind Zeugen einer uralten Nutzungsform. Sie sind Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten, und sie sind in ihrer einzigartigen Schönheit ein wichtiger Bestandteil einer von Menschen genutzten Landschaft. Intensive Landwirtschaft auf dem Kühkopf wurde erst durch die im 19. Jahrhundert eingeleiteten Entwässerungsmaßnahmen und Eindeichungen möglich. Aus überfluteter Aue wurden Wiesen und Äcker.
Wild und Jagd, Symbolbild
Station 3: Wild und Jagd
In naturbelassenen Auen werden insbesondere die großen Säugetierarten durch Hochwasser und "Raubtiere" dezimiert. Nachdem der Mensch das natürliche Abflussgeschehen verändert und eine Kulturlandschaft geschaffen hat, muss der Wildbestand reguliert werden, da es sonst zu erheblichen Schäden - auch im Naturschutzgebiet - an der Vegetation kommt. Somit dient die Jagd allein dem Ziele des Naturschutzes.
Kopfweiden, Symbolbild
Station 4: Kopfweiden
Kopfweiden sind Zeugen vergangener Nutzungsformen. Weidenruten in geflochtener Form fanden bei der Ufersicherung am Rhein Verwendung. Einjährige Weidentriebe dienten den Korbmachern als Ausgangsmaterial. Mehrjährige Äste wurden im Winter als Brennholz genutzt. Das vermoderte Holz im Inneren des Stocks war wegen seiner Düngewirkung als "Baumerde" im Garten geschätzt.
Am alten Flussbett, Symbolbild
Station 5: Am alten Flussbett
Von hier aus noch etwa 20 Meter, die ehemalige Flussböschung hinunter, und Sie stehen bereits im alten Flussbett des Rheins. Bis zur Begradigung des Rheins durch Tulla und Kröncke (1828/29) hatte der damalige Stockstadt/Erfelder Rhein eine Breite von 200 bis 400 Meter.
Schautafel Symbolbild
Station 6: Vegetation der Flussauen
In Abhängigkeit vom Wasserstand bilden sich die spezifischen Lebensgemeinschaften der Aue.
Schautafel Symbolbild
Station 7: Der Boden im Auenwald
Boden und Klima bestimmen im wesentlichen die vorkommenden Vegetationsformen. In Auen werden diese beiden Standortfaktoren zwar von dem Faktor "Hochwasser" überlagert, (siehe Tafel "Vegetationszonen im Auenwald"), trotzdem sind Böden für die Standortbeurteilung von großer Bedeutung.
Schautafel Symbolbild
Station 8: Gehölzfreie Aue
Die gehölzfreie Aue ist außer bei Niedrigwasser immer überflutet. Infolge des hohen Wasserstandes kommen kaum Gehölze vor, lediglich besonders angepasste Kräuter und Gräser können sich auf diesem Extremstandort entwickeln.
Schautafel Symbolbild
Station 9: Exkurs in die Geologie
Nach der Auffaltung der Alpen und der Bildung des Oberrheingrabens im Laufe des Tertiärs (65-2,5 Millionen Jahre vor heute) begann im Quartiär vor rund 2,5 Millionen Jahren die Vergletscherung der in Süddeutschland gelegenen Mittelgebirge und der Alpen.
Schautafel Symbolbild
Station 10: Vogelarten in der Rheinaue
Es werden lediglich die wichtigsten, gut beobachtbaren Arten genannt. Insgesamt kommen im Naturschutzgebiet mehr als 250 Vogelarten vor!
Schautafel Symbolbild
Station 11: Vogelwelt - Lebensräume
Das Blaukehlchen bewohnt den Übergansbereich von Wasser zu Weichholzaue. Der Mittelsprecht ist ein typischer Bewohner alter Eichen-, Ulmen-Auenwälder. Er grenzt sein Revier nicht durch das weit hörbare Hämmern ab, sondern durch einen Balzruf (gägägägä). Der Schwarzmilan erreicht mit ca. 35 Brutpaaren seine höchste Dichte in ganz Mitteleuropa.
Schautafel Symbolbild
Station 12: Weichholzaue
Die aus "weichen Hölzern" bestehende Weichholzaue bildet die Übergangszone zwischen gehölzfreier Aue und der Hartholzaue. Die Weichholzaue wird bereits bei mittleren Sommerhochwassern überflutet.

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