Mehr als 200 Störche lassen sich am Montag, 19. Juli 2021 auf den überfluteten Wiesen unweit des Hofgutes Guntershausen nieder. Sie fangen dort die vor dem auflaufenden Wasser flüchtenden Mäuse und andere Kleintiere.

Rückblende: Bis zum Jahr 1983 wurde der Bereich auf dem Foto intensiv ackerbaulich genutzt. Nach zwei großen Hochwassern 1983, bei denen auch die Sommerdämme gebrochen und massiv beschädigt wurden hatten die damals Verantwortlichen entschieden, die Sommerdämme nicht wieder zu schließen und die intensive Ackerbauwirtschaft auf dem Kühkopf aufzugeben. Seit dieser Zeit entwickeln sich dort ca. 150 ha Auwald und ebenso viel artenreiches Grünland. Der arten- und strukturreiche Wald, der im Hintergrund zu sehen ist, hat sich seitdem auf einem aufgelassenen Acker entwickelt, ebenso die nun gefluteten Auwiesen. 1983 war ein Meilenstein für das Naturschutzgebiet. Seitdem können auch kleinere und mittlere Hochwasser den Kühkopf erreichen, der dann auch als Hochwasserrückhalteraum fungiert.

Ohne diese wegweisende Entscheidung damals wären dort heute weder Störche noch Wasser. Der Kühkopf ist wieder uneingeschränkt zugänglich, mit leichten Schäden an den Wegen oder umgestürzten Bäumen ist dann noch zu rechnen. Es gibt viel zu entdecken!

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