Libellen im NSG Kühkopf-Knoblochsaue und Umgebung

Libellen sind oft sehr auffällig gefärbt und zeigen ein faszinierendes Verhalten. Die harmlosen Tiere lassen sich leicht an Wegen, Hecken und Gewässern beobachten. Obwohl die Familie der Odonata in Deutschland, im Vergleich zu anderen Insekten, mit nur wenigen Arten vertreten ist, sind diese im Freiland nicht einfach zu bestimmen.
 
Libellen benötigen artspezifisch, reichhaltig strukturierte Lebensräume. Neben geeigneten Gewässern zur Reproduktion müssen auch entsprechende Reife- und Jagdhabitate für die adulten Tiere vorhanden sein. Im Gebiet wurden 47 von 65 (66) der in Hessen nachgewiesenen Arten gefunden.
 

Arten, die im Gebiet verbreitet vorkommende Lebensräume besiedeln oder Generalisten, die mit unterschiedlichen Strukturen zurecht kommen, treten in hohen Individuenzahlen auf. Andere, die speziellere Ansprüche haben, wie z.B. unverbaute Flussufer, sind entsprechend selten.
 
Einzelne Arten sind auffällig abhängig von Hochwasserereignissen. Längere Zeit stehende Wasserlachen fördern deren Vermehrung. Im klimatisch begünstigten Gebiet treten überdurchschnittlich viele Arten auf, die eher dem mediterranen Faunenkreis zuzuordnen sind. Eine Förderung dieser Spezies durch Gewässererwärmung und Klimawandel ist wahrscheinlich.
 
Foto und Text: Wolfgang Mayer
Stand: Januar 2010

Eine vorläufige Liste der Libellenarten können Sie weiter unten als PDF-Datei herunterladen.