Die Aue des Rheins

Die Aue des Rheins besteht aus einer Vielzahl von Mäandergenerationen, die sich ineinander verschnitten (Abb.: Flächen 4.4). Ihr morphologischer Aufbau und die Sedimentverteilung sind prinzipiell immer gleich. Sie gliedern sich in einen Mäanderbogen, dem heutigen Altlauf, und in das von ihm umfasste jeweils jüngste Entwicklungsstadium der Umlauffläche, bevor der Durchbruch an der engsten Stelle erfolgte und den Mäander inaktivierte.

 

Da die Mäander sich allmählich ausdehnen, birgt die Umlauffläche die einzelnen Stadien der im Gleithang erfolgten Ablagerungen. Der Unterbau besteht aus einem Sand- und Kieskörper, der von feinkörnigeren, kalkhaltigen Auensedimenten bedeckt wird. Die Flächen gliedern sich in eine Vielzahl von Altlaufrinnen und Dammuferwällen, was auch für manche Altläufe zutrifft.

 

Erst wenn die nächst jüngere Mäandergeneration sich einschneidet und der Grundwasserspiegel absinkt, fallen die jeweils älteren Auensedimente trocken und es kann eine grundwasserfreie Bodenbildung einsetzen. So haben auch die ältere und mittlere Mäandergeneration typische Rheinweißhorizonte, die jüngere Mäandergeneration, die noch weitgehend im aktuellen Grundwasserschwankungsbereich liegt, nicht.

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von Winfried Rosenberger und Prof. Dr. Karl-Josef Sabel Hess. Landesamt für Umwelt und Geologie