Schutz und Pflege

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Die Schwedensäule in der Knoblochsaue

Das Naturschutzgebiet „Kühkopf Knoblochsaue“, so wie hier beschrieben, ist das Ergebnis jahrhunderte alter Landnutzung.
Mit der Unterschutzstellung als Naturschutzgebiet wurden Teile dieser Landnutzung aufgegeben, andere Formen finden weiterhin statt.
 
Die Forstwirtschaft auf dem Kühkopf ist seit Januar 2005 eingestellt. Anstelle der Bewirtschaftung besteht Prozessschutz. Ausgenommen hiervon bleibt die Verkehrsicherung an Wegen und im Bedarfsfalle die Bekämpfung oder Zurückdrängung invasiver, das Gebiet schädigender gebietsfremder Pflanzenarten (Neophyten).
 
Die landwirtschaftliche Nutzung findet, nach naturschutzfachlichen Grundsätzen als eine gesteuerte und vertraglich vereinbarte extensive Nutzung durch Landwirte statt.
Auch die umfangreichen Streuobstbestände des Schutzgebietes müssen gepflegt und erhalten werden.
 
Obstbaumallee  Streuobstwiese
Obstbaumalleen (links) gliedern und Streuobstwiesen (rechts) beleben die Landschaft und bieten einer großen Zahl an Tieren Nahrung und Lebensraum.
Fotos: li. Herbert Zettl, re. Mathias Ernst

 
Die Nutzung des Kühkopfes für die naturnahe Erholung erfordert eine sachgerechte Pflege der Wege und der Wegebeschilderung sowie der Sondereinrichtungen, wie dem Auenlehrpfad und der Streuobstallee. Alle Wege im Schutzgebiet sind für den Fahrradverkehr offen, eine Vielzahl von Wegen ist rollstuhl- und kinderwagengeeignet.
 
Stromtalwiese
Die Stromtalwiesen im NATURA 2000-Gebiet sind von EU-weiter Bedeutung. Durch extensive Grünlandnutzung wird ihr Fortbestand gesichert. Besonders beeindruckend sind im Frühsommer die Wiesen im Blühaspekt mit dem seltenen Kantenlauch.
Foto: Herbert Zettl

 
Die erforderlichen Pflegemaßnahmen sind in einem Maßnahmenplan, der zugleich die Schutzgüter des FFH- und Vogelschutzgebietes berücksichtigt, aufgeführt. Sie werden nach jährlicher Festlegung und Abstimmung im Auftrag des Regierungspräsidiums Darmstadt durch den Landesbetrieb Hessen Forst, Forstamt Groß Gerau umgesetzt.